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Tarifrunde private und öffentliche Banken

Tarifrunde private und öffentliche Banken

Wiesbaden, 5. April 2019. Vor der dritten Verhandlungsrunde bei den privaten und öffentlichen Banken hat die Gewerkschaft ver.di bundesweit Bankbeschäftigte zum Warnstreik aufgerufen. Anlass sind die stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten.

Am Streik in Wiesbaden haben sich rund 700 Beschäftigte beteiligt. Der größte Anteil fiel dabei auf die Kolleginnen und Kollegen der Nassauischen Sparkasse mit etwa 450 Streikenden. Außerdem beteiligt waren die Beschäftigten der Commerzbank Zentrale und Filiale Frankfurt als auch Wiesbaden, der Frankfurter Sparkasse, Deutsche Bank Frankfurt, dwp-Bank und Helaba.

Nach einem Demonstrationszug vom Wiesbadner Bahnhof zum Kurhaus fand dort eine Kundgebung statt.

Streikleiter Armin Schmidt, Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Finanzdienstleistungen bei ver.di Wiesbaden sagte: „Die Arbeitgeber haben erklärt, dass sie erst dann mit uns verhandeln, wenn wir alle Forderungen, die Geld kosten, fallenlassen. Gleichzeitig erklärten sie, dass ein möglicher Tarifabschluss sich nur in der Größenordnung der letzten Tarifrunde 2016 bewegen dürfe. Wir hoffen daher auf eine vor allem für die Arbeitgeberseite beeindruckende Veranstaltung, damit endlich ein verhandlungsfähiges Tarifangebot vorgelegt wird“

ver.di fordert in der Tarifrunde sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits- und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.

Bericht Tagesschau zu Wiesbaden:

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-524349.html?fbclid=IwAR1UIkT_M-U_uS9UYIfJDGpQ75t5ZvuTpeZIOdMYxzzV7POsbdhdsJmyU28

Bericht rbb zu Berlin:

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/04/banken-warnstreik-verdi-berlin-brandenburg-tarifverhandlungen.html

Bericht BR zu Nürnberg:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/banker-demonstrieren-in-nuernberg-fuer-mehr-geld,RMksau1

 

2019-04-5 Streik Banken in Wiesbaden ver.di 2019-04-5 Streik Banken in Wiesbaden
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2019-04-5 Streik Banken in Wiesbaden Fototeam Hessen Ursula Lerche 2019-04-5 Streik Banken in Wiesbaden